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Gastlichkeit à la chilena: Kochatelier mit Chef Alexis Rojas

Drina Bascón, stellvertr. Leiterin von ProChile Deutschland, serviert pan amasado" mit "pebre".

Berlin, 27. Juni 2017. Chile ist ein Schlaraffenland: ob für Liebhaber pazifischer Meeresfrüchte, Vegetarier oder Paleo-Anhänger. Jetzt lud Chefkoch Alexis Rojas in Berlin zu einer Kostprobe ein. Auf Initiative von ProChile Deutschland präsentierte er rund 30 deutschen Chefs im Rahmen eines Kochateliers in der Hamberger Gastro Academy typisch chilenische Köstlichkeiten.

Zum Apéritif wird traditionell Pebre gereicht, ein landestypischer Dip auf Tomatenbasis, mit Koriander, Chili und Limette und dazu „pan amasado“, weiches, lauwarmes Brot. Kochassistent Mauricio hat für den Pisco Sour bereits Limetten geschnitten und Eiweiß zu Schaum geschlagen. Der Longdrink besteht aus Traubenbranntwein (Pisco), Limettensaft, Angostura, einer Krone aus Eischaum und etwas Zimt.

Als Vorspeise hat Alexis Rojas einen Antipasti-Dreiklang aus Königskrabben, Artischocke und Avocado gezaubert, gefolgt von einer gefüllten Zucchini mit grünem Bulgur, Avocado und Ziegenkäse sowie einer „Ensalada Chilena“ (Tomatensalat mit Zwiebeln und Koriander). Und die Hauptspeise: gefüllter Lachs mit Avocado-Creme, Chili-Apfel-Chutney und feinen Pfannkuchen aus Quinoa. Zu jedem Gang kredenzt Sommelier Dirk von Streit die passenden Weine, etwa einen Sauvignan Blanc und einen Carmenère (Chiles emblematische Traube) aus dem Colchagua-Tal sowie einen Roséwein Cabernet Franc aus dem Casablanca-Valley.

Nicht nur Wein, auch viele andere Produkte wie Fisch und Meeresfrüchte, Obst oder Quinoa werden aus Chile weltweit exportiert. Diego Torres, Deutschland-Direktor des Handelsbüros Prochile, kennt die Geschichte der Zutaten. „Das eiweißhaltige Quinoa ist seit Tausenden von Jahren ein Grundnahrungsmittel der Hochlandindianer, der Atacameños, denn andere Getreidearten und Reis können in einer Höhe ab 3.000 Metern nicht mehr gedeihen“. Von den Inka wurde Quinoa als „heiliges Mutterkorn“ verehrt, so Torres.

NordArt: Zwölf Künstlerinnnen aus Chile präsentieren Werke

Berlin, 19. Juni 2017. Zwölf chilenische Künstlerinnen, von denen einige aktuell in Berlin leben, präsentieren ihre Werke auf der NordArt 2017 in Schleswig-Holstein. Dies ist eine der größten jährlichen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Europa, mit über 200 teilnehmenden Künstlern aus aller Welt.

Die chilenische Gruppenausstellung, die mit Unterstützung der Botschaft zustande kam, trägt den Titel „Twelve Contemporary Woman Artists“. Alle der teilnehmenden Künstlerinnen sind in den 80er Jahren geboren; sie arbeiten zu den unterschiedlichsten Themen und mit verschiedensten Materialien und Ausdrucksformen.

Constanza Ragal (Motive im Foto oben) hinterfragt in ihren Werken den modernen Begriff der Schönheit, die Konzepte von Oberfläche und Plastizität. „Ich beschäftige mich mit Problemen der Filmästhetik, der Medien und der Massenwerbung, indem ich Ressourcen und die Vorstellungskraft der Medien in die traditionelle Sprache des Ölbildes übertrage. Ich arbeite collagenartig, wobei Elemente aus der zeitgenössischen Kultur, Mode, des Bühnenbildes und der Textilkunst integriert werden können“, so die Künstlerin. 

„Stumme Herzen“: Carla Guelfenbein stellt neuen Roman vor

    

Berlín, 18. Mai 2017. In ihrem vielstimmigen neuen Roman "Stumme Herzen" geht Carla Guelfenbein der Frage nach: Wie viel schulden wir den Menschen, die wir lieben? Am Montag, 22. Mai, um 19 Uhr stellt die Autorin ihr neues Werk im Instituto Cervantes in Berlin vor.

Die legendäre Schriftstellerin Vera Sigall lebt im Alter zurückgezogen in ihrem Haus in Santiago de Chile. Kaum jemand weiß von ihrer Verbindung zu dem berühmten Dichter Horacio Infante. In jungen Jahren hatten die beiden eine leidenschaftliche Liebesbeziehung, feilten gemeinsam an ihren Texten, feierten erste Erfolge. Doch erst Jahrzehnte später, als Vera nach einem Unfall im Koma liegt, kommt eine junge Studentin auf die Spur einer ungeheuren Wahrheit. Der Roman erzählt die Geschichte eines Paares, das sich leidenschaftlich verfallen ist und doch für immer miteinander ringt: um Worte, Anerkennung und darum, ein freies und glückliches Leben zu führen.

Lyrikband "Atemübung": Hommage an Gonzalo Rojas

     

Der Lyrikband "Atemübung", der in Kürze erscheint, enthält viele Gedichte von Gonzalo Rojas, die nun erstmals ins Deutsche übersetzt wurden. Cover: Edition Schwarzdruck.

Berlin, 10. Mai 2017. Gonzalo Rojas gehört zu den großen lyrischen und literarischen Stimmen Chiles, und sein 100. Geburtstag wird mit einem ganzen Gedenkjahr in verschiedenen Städten und Ländern zelebriert. In Deutschland erscheint jetzt die Anthologie „Atemübung“ mit Illustrationen des Künstlers Roberto Matta. Der zweisprachige Lyrikband wird am 15. Mai um 19 Uhr im Berliner Instituto Cervantes präsentiert.

Zur Einführung spricht Dr. Fabianne Bradu, Schriftstellerin und Wissenschaftlerin, die an der Universidad Autónoma de México forscht; sie gilt als eminente Kennerin des Werkes. Im Oktober 2016 erschien bereits ihre 600-seitige Rojas-Künstlerbiografie „El volcán y el sosiego“ (zu deutsch: „Der Vulkan und die Ruhe“). Zur Buchvorstellung in Berlin kommt ebenfalls Dr. Rodrigo Rojas Mackenzie, der in Kassel ansässige älteste Sohn des Dichters und Repräsentant der „Stiftung für Iberoamerikanische Studien Gonzalo Rojas“. Zudem werden Übersetzer und Mitherausgeber Reiner Kornberger sowie Verleger Marc Berger von der Edition Schwarzdruck anwesend sein.

Stromausschreibung 2017 über 2.500 GWh für 20 Jahre

Berlin, 9. Juni 2017. Mit einer Stromausschreibung im Dezember lädt die chilenische Regierung internationale Unternehmen ein, die für Chile eine Menge von 2.500 GWh Energie über 20 Jahre zur Verfügung stellen können. Die Auschreibung ist technologieneutral.

Bei seinem Besuch in Berlin erklärte Andrés Romero, Chef der Regulierungsbehörde CNE (Comisión Nacional de Energía) Hintergründe der chilenischen Energiepolitik und die Energieagenda 2050. Gemeinsam mit der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) hatten die Botschaft und ProChile eine Veranstaltung zu diesem Thema organisiert. Botschafter Patricio Pradel empfing zu dem Event rund 50 Gäste aus Unternehmen, öffentlichen Organiationen und aus dem Bereich Consulting.

Systemservices für Stromübertragung: Delegation in Berlin

Berlin, 17. Mai 2017. Das chilenische Parlament verabschiedete 2016 ein Gesetz, das die Stromübertragung regelt, vor allem im Hinblick auf die erneuerbaren Quellen. Nun reiste eine Delegation nach Berlin, um sich über diverse Themen der praktischen Umsetzung zu informieren.

Die chilenischen Beamten des Energieministeriums nahmen zwei Tage lang an Workshops und Vorträgen teil. Der thematische Fokus lag dabei auf den Systemdienstleistungen, die im Markt der Stromübertragung relevant sind. Organisiert und mitfinanziert wurde der Besuch von der GIZ {Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit). Der Ort der Veranstaltung war das Berliner Ausbildungszentrum GridLab.

Wirtschaftstag der Pazifik-Allianz in Bayern

Berlin, 8. Mai 2017. Der Wirtschaftstag der Pazifikallianz fand kürzlich in München statt, in der Internationalen Handelsmesse. Kernthemen waren die Ausrichtung der Handelsunion mit den Ländern Kolumbien, Mexiko, Peru und Chile sowie Business-Möglichkeiten der Unternehmen.

Patricio Pradel, Botschafter der Republik Chile, begrüßte zunächst das Publikum. Zu den Referenten gehörten Stephanie Spinner-König, Vizepräsidentin der IHK München und Oberbayern sowie Georg Daschner vom Lateinamerika-Verein. Daschner sprach von den hervorragenden Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen der Pazifikallianz und deutschen Unternehmen und Institutionen und wies auf die gemeinsamen Werte der Länder hin. Es folgte ein Panel-Diksussion. Prof. Günther Maihold, Stellvertretender Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik, sprach über die Pazifikallianz als einem neuen regionalen Verbund in Lateinamerika; er wagte vorsichtig positive Aussichten für die Entwicklung des Kontinents.