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Gedenkkultur: Justizminister Hernán Larraín hat das erste digitale Erinnerungsarchiv in Chile eröffnet

Berlin, 30. Mai 2021. Hernán Larraín, Minister der Justiz und für Menschenrechte, hat das erste digitale Archiv zur nationalen historischen Erinnerung eröffnet. „Dieses Archiv soll künftig ein nationaler wie internationaler Bezugspunkt zum Thema Erinnerung und Menschenrechte werden“, sagte der Minister beim Start. Staatssekretärin Lorena Recabarren fügte hinzu, vorrangiges Ziel der Initiative sei es, bereits vorhandene Kulturprojekte und Erinnerungsorte zu registrieren, zu systematisieren und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Der Minister hob hervor: „Auch einschlägige Organisationen aus der Zivilgesellschaft werden sich mit ihren Aktivitäten und Netzwerken einbringen können, so dass das Archiv ständig aktualisiert und vervollständigt werden kann.“ Das Projekt sehe auch ein nationales Verzeichnis vor, um die Orte der Erinnerung sichtbar machen und sie zu geolokalisieren. Die Dokumentensammlung sei außerdem in den Rahmen der definierten Ziele und Aktivitäten des nationalen Menschenrechtsplans eingebettet. „Auf diese Weise haben wir als Land die Möglichkeit, historische Erinnerung noch stärker bekannt zu machen und lebendig zu halten und so an die Zukunft zu denken, und dies soll dazu beitragen, dass Geschehnisse dieser Art sich niemals wieder ereignen“.

María Paz Vergara, die Exekutivsekretärin der Stiftung Dokumentation und Archiv des Vikariats der Solidarität, brachte ihre Wertschätzung für die Initiative zum Ausdruck: „Diese digitale Plattform erlaubt es, die Erinnerung an die Opfer der Diktatur sichtbar zu machen, die Wahrheit zu erfahren, die Arbeit von Menschenrechtsorganisationen kennenzulernen und Bildungsprogramme zu dieser Thematik zu entwickeln.“

Ausschreibung "Grüner Wasserstoff": Chiles Regierung fördert Projekte für nachhaltigen Aufschwung

Berlin, 3. Mai 2021. Das chilenische Energieministerium hat eine internationale Ausschreibung zum Thema „Grüner Wasserstoff“ veröffentlicht. Interessierte Projektentwickler sind eingeladen, entsprechende Vorhaben in Chile zu realisieren. Das Ziel dieser Maßnahme besteht darin, konkrete Initiativen finanziell zu fördern, die dem Ziel der CO2-Neutralität dienen. Gleichzeitig soll ein Anreiz geschaffen werden, um die regionale Wirtschaft anzukurbeln und Arbeitsplätze auf lokaler Ebene zu schaffen.

Konkret geht es bei der Ausschreibung um größere Projekte mit mehr als 10 MW, die bis Ende 2025 begonnen werden: Dazu können maximal 30 Millionen US-Dollar an ein oder mehrere Projekte vergeben werden. Die Anzeige richtet sich sowohl an chilenische wie auch ausländische Unternehmen, die ein Projekt zur Herstellung grünen Wasserstoffs mit mehr als 10 MW entwickeln und realisieren möchten, das spätestens im Dezember 2025 startet.

„Unsere Strategie sieht die Entwicklung des Brennstoffes in verschiedenen Etappen vor. Zuerst wird angestrebt, den produzierten Wasserstoff in unseren Schlüsselbranchen so nutzbar zu machen, dass diese ihren CO2-Fußabdruck reduzieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern können. In einem späteren Schritt, nachdem die Industrie erst einmal konsolidiert ist, werden wir den Wasserstoff exportieren können. Die Entwicklung dieser Industrie eröffnet uns die Möglichkeit, einen Paradigmenwechsel in der Produktmatrix unserer Wirtschaft innerhalb nur einer Generation herbeizuführen. Als wir die Strategie im November auf den Weg brachten, zählten wir 20 Projekte zur Herstellung von grünem Wasserstoff und diese Anzahl haben wir bereits verdoppelt: Heute gibt es mehr als 40 Projekte in Chile, die sich mit der Herstellung oder dem Konsum von grünem Wasserstoff befassen“, betonte der chilenische Minister für Energie und Bergbau, Juan Carlos Jobet.

"Syndemic Studies": Voluspa Jarpa präsentiert ihre Werke in Berlin

 

Berlin, 13. April 2021. Die Künstlerin Voluspa Jarpa präsentiert ihre Werke in Deutschland erstmals im Rahmen einer Einzelausstellung: „Syndemic Studies“ ist eine künstlerische Suche, die sich thematisch mit der aktuellen Situation in Chile auseinandersetzt. Die Ausstellung, kuratiert von Tiago de Abreu, läuft bis zum 14. Mai in der Berliner Nome Gallery. 

 

Die Arbeit von Voluspa Jarpa basiert auf der Suche und sorgfältigen Analyse von Dokumenten aus freigegebenen Archiven, die verborgene Narrative enthalten. Im Laufe der Jahre hat sie mit Dokumenten über den Kalten Krieg gearbeitet, und in einer neueren Untersuchung zum Aufbau von Hegemonien hat Voluspa Jarpa zahlreiche Forschungsquellen untersucht, wie etwa frauenfeindliche Broschüren aus dem 19. Jahrhundert, Dokumente über das Thema Hysterie oder Studien zur Ausstellung von nicht-weißen Menschen in Zoos. Durch ihre Arbeit entlarvt sie die Texte und Bilder der Archive und zeigt, wie das hegemoniale System in seiner Substruktur aufgebaut ist. Zuschreibungen wie Rasse, Klasse, Geschlecht und sogar ganze geopolitische Zonen werden durch diese kulturellen, symbolischen und politischen Spannungen und Bindungen bestimmt. Jarpas Arbeit reflektiert über die Charakteristiken des Archivs, über das Thema Erinnerung sowie den sozialen und psychologischen Begriff des Traumas.

"Internationale Gemeinschaft braucht bei Pandemien kollektive Antworten"

Berlin, 24. Februar 2021. Chiles Außenminister Andrés Allamand nahm am 10. Treffen des Strategischen Dreiecks Lateinamerika-Europa-Afrika teil, bei dem er den Impfprozess des Landes gegen Covid-19 hervorhob und über die daraus gewonnenen Erkenntnisse sprach, die die internationale Gemeinschaft bis zum heutigen Tage aus der Pandemie gewonnen hat.

Die Konferenz, an dem erstmals ein chilenischer Außenminister teilnahm, wurde vom Institut für die Förderung Lateinamerikas und der Karikik IPDAL organisiert. Neben der iberoamerikanischen Generalsekretärin Rebeca Grynspan nahmen an der Konferenz Portugals Außenminister Augusto Santos sowie weitere Vertreter internationaler Behörden teil.

Minister Allamand betonte, dass Chile der internationalen Gemeinschaft vorgeschlagen habe, an einem globalen Vertrag zu arbeiten, um künftig besser auf Herausforderungen zu Themen der Weltgesundheit reagieren zu können, und dass "die internationale Gemeinschaft eine kollektive Reaktion auf Pandemien erarbeiten muss".

Er versicherte auch, dass Frühwarnmechanismen vorhanden sein sollten, um die Bemühungen zu koordinieren, damit die Länder effektiver zusammenarbeiten können. In diesem Sinne betonte er, dass eine der wichtigsten anstehenden Aufgaben darin bestehe, "einen Mechanismus für einen gerechten und universellen Zugang zu Impfstoffen zu haben, damit diese die am stärksten gefährdeten Länder und Sektoren erreichen".

SCAR-Antarktis-Konferenz wird 2024 in Pucón in der Araucania realisiert

 

Berlin, 20. April 2021. Das SCAR Scientific Committee on Antarctic Research gilt als eine der wichtigsten Instanzen für die Antarktisforschung. Alle zwei Jahre werden die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse über die Polarregion auf einer Konferenz vorgestellt. 2024 soll diese Veranstaltung mit etwa 1000 Teilenehmern in Pucón (Auracanía) stattfinden.

 

Auf das Hauptereignis sollten unmittelbar die sogenannten SCAR-Biennale-Treffen in Punta Arenas folgen, einschließlich der wichtigsten Delegiertentreffen. SCAR-Präsident Dr. Steven Chown dankte Außenminister Andrés Allamand für seine Bereitschaft, ein Ereignis dieser Bedeutung nach Chile zu bringen und alles Notwendige tun, um diesen Traum der nationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft Wirklichkeit werden zu lassen. Der Vorschlag wurde von allen SCAR-Delegierten einstimmig unterstützt, und alle nationalen Antarktisprogramme Südamerikas, des Vereinigten Königreiches, Bulgariens, der Tschechischen Republik und Neuseelands förderten ihn nachdrücklich.

Berlinale: Chile ist mit 25 Produzenten beim European Film Market vertreten

 

Berlin, 1. März 2021. Der European Film Market der Berlinale ist die Business-Plattform für das Filmgeschäft und für die Filmförderung. Beim EFM begegnen sich internationale Verleihfirmen, Festivalprogrammierer, Produzenten und Handelsvertreter. Ausnahmsweise findet dieser Marktplatz diesmal online statt, vom 1. bis 5. März. Chile war 2020 Country in Focus und nimmt in diesem Jahr erneut mit zahlreichen herausragenden Projekten von rund zwei Dutzend Produzenten am EFM teil.

 

Die 25 Produzenten, die ihre Projekte beim EFM der Berlinale vorstellen, bilden die Koordinaten einer neuen Generation des chilenischen Kinos ab, bei der dystopische Fiktionen, LGBTQ + -Themen sowie Autorendokumentationen die Vielfalt des nationalen Angebots darstellen. Dabei werden die kommenden Filme und Serien herausragender chilenischer Regisseure präsentiert: Claudia Huaiquimilla, Elisa Eliash, Nicolás Molina, Oscar Godoy und Andrés Waissbluth. Auch vielversprechende Filmemacher wie Diego Céspedes, Gabriela Pena, Juan Pablo Arias und Sebastián Ayala werden versuchen, die internationalen Netzwerke für ihre Debüts zu erweitern.

 

Im Folgenden finden sich Details zu den wichtigsten Projekten, die auf dem EFM Partner und Allianzen suchen, um ihre Entwicklung und Fertigstellung ihrer Filme zu erreichen, sowie die Namen der Cineasten, die für die Zukunft des chilenischen Kinos stehen. Link: https://cinemachile.cl/wp-content/uploads/2021/02/CCH-EFM-2021-presskit.pdf

NÜTZLICHE INFORMATIONEN FÜR REISENDE WÄHREND DER COVID-19-BESCHRÄNKUNGEN

 Cornonavirus-2020

Ab dem 05. April 2021 sind die Grenzen von Chile nochmals temporär geschlossen. Nationale chilenische Staatsbürger oder ausländische Bürger mit ständigen Wohnsitz in Chile können weiterhin nach Chile einreisen, unter Berücksichtigung der sanitären und gesundheitlichen Maßnahmen.
 
 
Gemäß dem Beschluss des chilenischen Gesundheitsministeriums muss jeder Reisende ab dem 01.04.2021 folgende Anforderungen einhalten: