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Chile auf der Frankfurter Buchmesse: Strategie zur Internationalisierung des Buchmarktes

Berlin, 16. Oktober 2019. Der Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse ist für Chile seit fünf Jahren ein wichtiger Bestandteil der Strategie zur stärkeren Internationalisierung des heimischen Buchmarktes. In diesem Jahr repräsentiert eine Delegation aus 17 Verlagsvertretern, Branchenexperten und Schriftstellern das Land. Für das Kulturprogramm auf der Messe sind die preisgekrönten Romanciers María José Ferrada („Kramp“) und Carlos Franz auf Einladung des chilenischen Kulturministeriums nach Deutschland gekommen.

Carlos Franz stellt seinen Roman „Das Quartett der Liebenden" vor, der soeben in deutscher Übersetzung bei der Büchergilde Gutenberg erschienen ist (Originaltitel: „Si te vieras con mis ojos“). Im Anschluss an die Buchmesse wird Carlos Franz sein Werk zudem im Rahmen einer Lesereise in verschiedenen deutschen Städten präsentieren (Details s. unten).

Nachwuchsautor Benjamín Labatut liest in Frankfurt aus seinem Erstling mit Kurzgeschichten ("Die Antarktis beginnt hier"). Das Buch wurde in Mexiko veröffentlicht und hat bereits zwei renommierte Preise gewonnen. Sein nunmehr drittes Werk, "A terrible greenery", wurde auf der Frankfurter Buchmesse 2018 als Manuskript vorgestellt und ist inzwischen schon in sechs verschiedenen Sprachen erschienen.Insgesamt wird am Chile-Stand eine große Auswahl an Werken chilenischer Autoren und Autorinnen geboten, die dank der Unterstützung des Dirac*-Übersetzungsprogramms in anderen Sprachen zugänglich wurden.

Das Goethe-Institut Chile würdigt auf der aktuellen Buchmesse die Literaturnobelpreisträgerin Gabriela Mistral (1889-1957) und weitere Schriftstellerinnen mit der Präsentation des Projektes „entreLíneas“, welches das Ziel verfolgt, einen kulturellen Austausch zwischen jungen Schriftsteller/innen aus Chile und Deutschland zu ermöglichen.

 

Chiles 48 Quadratmeter großer Messestand ist in diesem Jahr ist den zwei berühmten Trägerinnen des „Nationalen Literaturpreises“ gewidmet, Diamela Eltit (2018) und Isabel Allende (2010), deren großformatige Konterfeis auf der Vorderseite des Pavillons abgebildet sind.

Zu den in Frankfurt erscheinenden chilenischen Verlagen gehören in diesem Jahr Alquimia, Audiobuk, Ebooks Patagonia, Ediciones UC, Erdosain, Escrito con Tiza, Libros de Mentira, Mis Raíces, Noctámbula, Sa Cabana und Zig-Zag, sowie die Literaturagenturen Puentes Agency und Vuelan Las Plumas.

Auch Florencia García, Koordinatorin der Öffentlichen Digitalen Bibliothek (Biblioteca Pública Digital: BPDigital) ist auf Einladung des Kulturministeriums mit nach Frankfurt gereist: Ihr Aufgabe ist es, den Bücherkatalog, der über diese Plattform allen Chilenen kostenlos zur Verfügung steht, kontinuierlich zu erweitern.

Lesereise Carlos Franz “Das Quartett der Liebenden”:

Augsburg: Dienstag, 22.10. (19.30 Uhr) Neue Stadtbücherei

München: Mittwoch, 23.10. (19.30 Uhr) Instituto Cervantes München

Nürnberg: Donnerstag, 24.10. (19.30 Uhr) Stadtbibliothek

Hamburg: Montag, 28.10. (19 Uhr) Instituto Cervantes

Berlin: Mittwoch, 30. Oktober (18 Uhr) in Berlin im Ibero-Amerikanischen Institut (IAI)

 

*Dirac ist die Kulturabteilung des chilenischen Außenministeriums.