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Bundespräsident Joachim Gauck auf Staatsbesuch in Chile

Berlin, 7. Juli 2016. Bundespräsident Joachim Gauck reist am Montag für drei Tage nach Chile (11. bis 14. Juli). Er wird begleitet von Daniela Schadt sowie einer Delegation mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Zentrale Themen bei diesem Staatsbesuch sind die bilateralen Beziehungen, die Entwicklung der Zivilgesellschaft und die Erinnerung.

Am Dienstag, 12. Juli, wird Joachim Gauck im Regierungspalast La Moneda von der chilenischen Präsidenten Michelle Bachelet empfangen. Im Anschluss eröffnen die beiden Staatsoberhäupter im Gebäude des ehemaligen Nationalkongresses in Santiago das Seminar „Herausforderungen der Demokratie“, an dem Vertreter der deutschen politischen Stiftungen teilnehmen. Das Thema Erinnerung an die Vergangenheit rückt in den Fokus, wenn Joachim Gauck und Daniela Schadt am Mittwoch, 13. Juli, das „Museo de la Memoria“ besuchen. Nach einem Rundgang durch die Ausstellung des Museums für Erinnerung und Menschenrechte ist ein Gespräch mit Vertretern der Zivilgesellschaft vorgesehen.

 

Aspekte der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder werden im Anschluss bei einem Mittagessen thematisiert, zu dem die deutsch-chilenische Handelskammer CAMCHAL aus Anlass ihres 100-jährigen Bestehens einlädt.

Im Palast der Gerichtshöfe wird Joachim Gauck am Donnerstag, 14. Juli, Hugo Dolmetsch treffen, den Präsidenten des Obersten Gerichtshofes. Senatspräsident Ricardo Lagos Weber und der Präsident der Abgeordentenkammer, Osvaldo Andrade, werden den deutschen Bundespräsidenten im Anschluss empfangen, bevor dieser seine Weiterreise nach Uruguay antritt.

Für den Bundespräsidenten ist dies die zweite Reise nach Chile als Gast in offizieller Funktion. Im Jahre 2007 besuchte er das Andenland bereits - als Vorsitzender der Vereinigung „Gegen das Vergessen – Für Demokratie.“

Joachim Gauck ist seit März 2012 deutscher Bundespräsident. Von 1990 bis 2000 fungierte er als Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Im Anschluss arbeitete Gauck in diversen Organisationen, die sich für die Stärkung der historischen Erinnerung und der Demokratie einsetzen und die sich im Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit engagieren. Joachim Gauck ist Theologe und war viele Jahre lang als protestantischer Pastor tätig. 

Bundespräsident Joachim Gauck mit Lebensgefährtin Daniela Schadt. Foto: Timm Schamberger/BPA